Advent- Kindergarten Essen

                                                                                                                                                                                                                        

C. Inhaltliche Einzelfragen

 

1. Der Tagesablauf im Kindergarten

 

Öffnungszeiten des Kindergartens

 

Montag - Freitag                                           7.30 Uhr - 16-30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

7.30 –9.00 Uhr

 

Die Kinder werden in den Kindergarten  gebracht. Tür- und Angelgespräche mit den Eltern, freies Frühstück, Freispiel (Zeit für direkte und indirekte Angebote)

 

9.00-  10.00 UhrMorgenkreis mit anschließender Obstrunde
                                                           

10.00- 11.00 Uhr

Freispiel, Vorschul- und Projektgruppen, Einzelförderungen
  
11.00 –12.30 Uhrdraußen spielen, Spaziergänge bei Regenwetter Spiel- und Bastelangebote, Bilderbücher oder Abschlussspielkreis)
  
12.15 – 12.30 Uhr Abholphase, Tür und Angelgespräche mit Eltern.Gruppenraum und Küche aufräumen und fegen, Mittagessen vorbereiten und Tische eindecken
  
12.30 –14.00 UhrMittagsbetreuung der Tageskinder: Mittagessen und Mittagsruhe
  
13.30 –14.00 Uhr Besprechungen, Vorbereitungen
  
14.00 –16.30 Uhroffene Spielgruppe, zusätzlich  finden Bastelangebote für Kinder oder Eltern, Psycho-Motorisches Turnen am Montag, Englischspielgruppe am Donnerstag, Teambesprechungen am Mittwoch, statt.

 

 

 

 

      

Elternmitarbeit in der Gruppe umfasst die Zeit von 8.30 Uhr  bis 12.15 Uhr.

In unregelmäßigen Abständen werden Arbeitsgemeinschaften anderer Kindergärten angeboten. An diesen Nachmittagen ist der Kindergarten geschlossen.

 

Ferienregelung

 

Der Kindergarten schließt wie folgt:

 

Karnevalsmontag und -dienstag

 

Osterferien  oder Herbstferien                     1 Woche

Sommerferien                                                2 Wochen

Weihnachten                                                   i.d.R. haben wir etwas kürzer als die Schulferien geschlossen Betriebsausflug                                            1 Tag im Jahr

sonstige Feiertage                                       2 Brückentage im Jahr

 

 

 

2. Wie gestalten wir die Räume?

 

 

Kinder erleben Räume nicht so wie Erwachsene. Größenverhältnis, Farben, Licht und Schatten werden anders wahr genommen. Kinder haben andere Maßstäbe, um sich in einem Raum wohl zufühlen.

Die Raumaufteilung in unserem Kindergarten möchten wir so gestalten, dass die Kinder zu selbständigen Aktivitäten herausgefordert werden. Ein erster Schritt dazu ist die sinnvolle Untergliederung des Raumes in kleine Nischen, Ecken und Winkel. Dieses schließt natürlich ein, dass eine permanente Aufsicht über alle Kinder gleichzeitig nicht möglich ist. Die Aufsicht ist durchaus eine ernstzunehmende Verpflichtung für den Erzieher, jedoch sollte sie kein Hindernis dafür sein, die Kinder zur Selbständigkeit und zum Herausfinden der eigenen Individualität zu erziehen.

Die verschiedenen Erlebnisecken des Kindergartens möchten wir in regelmäßigen Abständen verändern und neu gestalten. Dazu ist es notwendig, dass die Beschaffenheit der Möbel dies zulässt. Bei der Einrichtung des Gruppenraumes sollte darauf geachtet werden, dass möglichst viele Spielbereiche abgedeckt werden. So haben wir eine Puppenecke, einen Bauteppich, eine Leseecke , einen Erlebnisraum, einen Maltisch, einen Aktionstisch mit wechselndem Material und einige Tische für Puzzles und anderes Spielzeug.

 

 

 

Gruppenraum

 

 

 

Auf fantasietötendes Spielzeug möchten wir verzichten (Barbipuppen, nachgestellte Medienfiguren, ferngesteuerte Auto etc.) und dafür zusätzlich zu unserem durchdacht ausgewählten Spielzeug eine Fülle von verschieden Spiel- und Bastelmaterialien anbieten. (Naturmaterialien, Pappen, Tücher , Decken) Weniger ist mehr, d.h. wir wechseln das Spielzeug, Puzzles, Bilderbücher aus, auch auf dem Bauteppich kann man mal mit der Holzkugelbahnspielen oder ein anderes mal mit der Brioeisenbahn.

 

Über die Farbgestaltung in Räumen (besonders über die, die von Kindern genutzt werden) kann man wohl geteilter Meinung sein. Jedoch möchten wir gegen eines der weit verbreiteten Klischees sprechen. Kinder wollen lustig bunte Räume. Wohl entspricht es einer bekannten Tatsache, dass besonders kleinere Kinder grelle bunte Farben vorziehen, aber ob dies wirklich positiv für deren Entwicklung ist, wenn ein Raum in leuchtend roter oder pinker Farbe gehalten ist und sie ständig diesen Farben "ausgesetzt" sind, möchten wir stark bezweifeln. Um eine gute farblich harmonische Umgebung zu schaffen, versuchen wir in unseren Räumen solche Farben wie Sonnengelb, Hellgrün oder ein warmes Braun und wo immer es möglich ist Möbel usw. einfach Holzfarben zu benutzen. Natürlich heißt das nicht, dass wir im Raum auf lebhafte Farben verzichten, aber in Maßen nicht in Massen. Eine gute Möglichkeit für diese Farbtupfer ist die Raumdekoration. Wird diese dann auch noch von den Kindern hergestellt, können die Kinder die Farben, die sie im Raum haben wollen selbst wählen. Wir achten darauf, dass erst die vorhandene Dekoration weggeräumt wird, bevor Neues aufgehängt wird. Der Raum soll übersichtlich bleiben und nicht überladen werden. 

 

3. Das Außengelände  

Da das Außengelände, welches zum Kindergarten gehört, nicht sehr groß ist, wird gerne der öffentliche Spielplatz im Lunkegarten in Anspruch genommen. Sandspielzeug, Seile und Bälle werden in einem Bollerwagen mitgenommen. Roller, Dreirad usw. werden von den Kindern zum Spielplatz gefahren.

 

Garten

 

 

Folgende Regeln sollen beachtet werden:

  1.  Es darf nicht mit Sand, Steinen oder Holz geworfen werden
  2. Mit den Fahrzeugen darf man nicht absichtlich zusammenstoßen
  3. Von den Bäumen und Sträuchern dürfen keine Zweige abgerissen werden
  4. Alle Kinder helfen beim Aufräumen, insbesondere räumt jedes Kind die Sachen weg, mit denen es zum Schluß gespielt hat.Eine Aufsichtsperson achtet darauf, dass das Spielzeug ium Häuschen übersichtlich eingeräumt wird und ist dabei behilflich.

4. Die Zusammenarbeit im Team

 

Wir stützen unsere Zusammenarbeit auf die Grundlage des Vertrauens, deshalb haben alle Mitarbeiter im Rahmen ihres Aufgabengebietes umfassende Entscheidungsrechte. Ehrlichkeit, die offen ausspricht, was anliegt, ohne den anderen in seiner Würde als Mensch zu verletzen, wird von jedem Mitarbeiter erwartet.

 

Jeder Mitarbeiter soll seine Aufgaben  mit Fleiß und Umsicht erledigen. Es wird selbständiges, verantwortungsbewusstes Arbeiten erwartet, auch unangenehme Dinge müssen erledigt werden. Jeder sollte ein offenes Auge für die anfallenden Arbeiten haben. Engagement ist gefragt. Jeder arbeitet an den vorliegenden Aufgaben mit. Jeder bringt seine eigenen Fähigkeiten mit ein.

 

Nicht jeder kann alles. Wir bemühen uns, herauszufinden, wo die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Mitarbeiters liegen. Darauf wollen wir die Arbeitsschwerpunkte jeden Mitarbeiters aufbauen:

Wo kann sie die Talente besonders einsetzen?

Wo ist Unterstützung notwendig?

Welche Aufgaben fordern heraus, welche überfordern?

Jeder ist aufgefordert sich weiterzuentwickeln und an Fortbildungen teilzunehmen.

 

Umgangsformen der Mitarbeiter zum Vorgesetzten

  • Alle Mitarbeiter werden dazu angehalten, ihrem Vorgesetzten alles Wichtige unaufgefordert mitzuteilen
  • Bei anstehenden Problemen bemüht sich jeder Lösungen zu finden.
  • Eine Entscheidung des Vorgesetzten ist keine Aufforderung das Denken einzustellen.
  • Mitarbeiter sammeln Informationen und fragen regelmäßig nach.

 

Umgangsformen des Vorgesetzten zum Mitarbeiter:

 

  • Er informiert regelmäßig die Mitarbeiter.
  • Frühzeitiges, gemeinsames Planen, Durchdenken und Durchsprechen der vorliegenden Aktionen.
  • Kritische Auswahl der Arbeitsschwerpunkte
  • Konflikte werden angesprochen

 

Die Beziehungen der Mitarbeiter sollten eine gewisse Intensität, aber auch eine notwendige Distanz haben. Bei Missverständnissen und Disharmonien im Team streben wir ein offenes Gespräch an.

Jeder Mitarbeiter soll einen festen Arbeitsbereich haben, für den er verantwortlich ist. Einige Arbeitsbereiche sind fest z.B. Büroarbeiten, andere können auch wechseln z.B. Gruppenaufsicht.

 

Im Frühjahr werden die Beete des Außengeländes und Blumenkästen bearbeitet und bepflanzt. Den ganzen Sommer über können die Kinder beobachten, wie es wächst oder auch nicht wächst. Die Kinder ernten ihre selbstgepflanzten Kohlrabis, Tomaten, Salate usw., sowie Brombeeren und Johannisbeeren. Die Büsche und Pflanzen sind so geschnitten, dass man mit Seilen, Stöcken und Decken Wohnungen abgrenzen kann.

 

Teambesprechungen

In den wöchentlichen Teambesprechungen wird zusammengetragen und durchdacht, welche Aufgaben in der nächsten Zeit anliegen und welche besonderen Aktivitäten durchgeführt werden können. Wir stellen uns den Fragen:

 

5. Wie werden die Eltern in die Arbeit einbezogen?

Voraussetzung für eine Anteilnahme und Mitarbeit der Eltern ist die Information des Geschehens im Kindergarten. Persönliches wird regelmäßig in Tür- und Angelgesprächen ausgetauscht, so lernen wir uns gegenseitig kennen. Allgemeine Informationen hängen am schwarzen Brett aus. Fotos der letzten Ausflüge oder Feste hängen aus und können von den Eltern bestellt werden. Wochenpläne informieren die Eltern über das Geschehen im Kindergarten. Nähere Einzelheiten zu bevorstehenden Aktivitäten werden in Rundbriefen an die Eltern weitergegeben.

Durch einen regen Informationsaustausch werden Auffälligkeiten des Kindes Eltern und Erzieher gleichermaßen bewusst. Man kann sich absprechen und dadurch ein Fehlverhalten des Kindes eher auffangen und verändern. Einmal im Jahr bieten die Erzieherinnen  Elterngesprächstage an. Hier haben die Eltern die Möglichkeit sich über den Entwicklungsstand ihres Kindes zu informieren und auszutauschen.

Wann und wie können Eltern sich im Kindergarten einbringen?

Schon bei der Aufnahme eines Kindes fragen wir die Eltern, in welchem Bereich sie sich eine Mitarbeit für sich vorstellen können. Wir fragen nach Besonderheiten und Möglichkeiten ihrerseits. Wenn jemand z.B. Beziehungen zu einem Schreiner hat, könnte er uns mal Holz besorgen oder Holzspielzeug reparieren. Diese Informationen werden schriftlich festgehalten.

Unser Kindergarten hat nur eine Kindergruppe, aber es müssen immer zwei Erwachsene anwesend sein, d.h. im Krankheits- oder Urlaubsfall muss eine Personalkraft ersetzt werden. Da ist es gut und wichtig, wenn eine vertraute Person, wie z.B. eine Mutter in der Gruppe mitarbeitet. Wenn nun eine Mutter vormittags in der Gruppe mitarbeitet, ist dies auch ein besonderes Erlebnis für das Kindergartenkind. Aber auch die Mutter hat die Möglichkeit ihr eigenes Kind in der Gruppe zu beobachten. Gleichzeitig sieht sie, wie sich andere Kinder verhalten. Außerdem sieht sie, was so alles im Kindergarten geschieht. Durch eine Mitarbeit in der Gruppe wächst meistens das Verständnis für bestimmte Regeln im Kindergarten. Die Akzeptanz zu den Erzieherinnen ist größer.

Der Elternrat und auch andere Eltern arbeiten aktiv mit bei Festen und Veranstaltungen des Kindergartens, sowie auch bei der Pflege unseres Gartens und unserer Räume in der Gruppe. Zur Verschönerung unseres Grundstücks wurde eine  "Pflanzkübelaktion" gestartet. Ein Elternteil und dessen Kind sind "Pate" eines Kübels. Sie übernehmen die Gestaltung und Pflege. Die Kinder sind stolz, wenn sie in die Arbeit mit einbezogen werden und Blumen oder Pflanzen aussuchen dürfen.

Eine wertvolle und attraktive Mitarbeit des Elternrates ist z.B. das Frauenfrühstück. Die interessierten Eltern treffen sich vormittags im Kindergarten, jeder bringt etwas zum Frühstück mit. Sinn und Zweck ist es Freude miteinander zu haben, sich besser kennen zu lernen und neue Kindergarteneltern zu integrieren.

Angebotene Gesprächskreise, die nachmittags stattfinden, bieten den Eltern die Möglichkeit, sich Hilfe und Anregungen für die Erziehung ihrer Kinder zu holen. Auf diese Gesprächskreise bereiten wir uns intensiv vor. Zu bestimmten Themen laden wir auch Fachleute ein.

 

 

6. Organisatorisches

Anmeldung

Anmeldungen der Kinder nehmen wir während unserer Öffnungszeiten im Advent – Kindergarten entgegen. Nach Absprache zeigen wir interessierten Eltern gerne unsere Einrichtung und stehen ihnen für ein ausführliches Informationsgespräch zur Verfügung. So haben die Eltern die Möglichkeit, sich eingehend zu informieren und bekommen eine Entscheidungshilfe für die Wahl ihres Kindergartens.  Zusätzlich bieten wir für interessierte Eltern "Spielnachmittage" für sie und ihre Kinder an. 


- Welche Situation ist in der Gruppe?

- Welches Bedürfnis hat das einzelne Kind?

Beobachtungen der Kinder werden besprochen und dokumentiert. Zeigen sich einzelne Kinder oder die gesamte Gruppendynamik besonders auffällig, suchen wir gemeinsam nach den Ursachen und Hintergründen. Wir suchen gemeinsam Wege und Lösungen, um helfend einzugreifen.

- Welches Thema passt in die derzeitige Gruppenproblematik?

- Welche Aktionen, Angebote, Raumveränderungen usw. passen zum Thema?

- Worauf muss in diesem Monat noch besonders geachtet werden?

  (z.B. Urlaub einer Mitarbeiterin)

Alle Planungen im und um den Kindergarten werden im Team besprochen z.B. Feste, Elterngespräche, Veränderungen, Wochenthemen, Neuaufnahmen, Neuanschaffungen von Spiel- und Bastelmaterial oder Möbeln. Anschließend werden die Aufgabengebiete unter den Mitarbeitern aufgeteilt.